Warum wir KMU keine WordPress-Websites mehr bauen
WordPress war 15 Jahre lang die naheliegende Wahl. Für die meisten Schweizer KMU ist es heute der teurere Kompromiss. Hier ist warum — und was wir stattdessen tun.
Die Frage, die niemand stellt
Wenn ein KMU eine neue Website braucht, sagt das Tech-Studio zu 80 % reflexartig: “WordPress.” Wir hörten das jahrelang auch — und haben’s selbst angeboten.
Heute nicht mehr. Hier ist warum.
Was WordPress 2026 wirklich kostet
Auf dem Papier sieht WordPress günstig aus: “Open Source”, “Plugins lösen alles”, “Tausende Themes”. In der Praxis sieht die Kosten-Realität so aus, wenn man ehrlich rechnet:
| Posten | KMU/Jahr | Realität |
|---|---|---|
| Premium Theme | CHF 60 | Veraltet nach 2 Jahren |
| 5–8 essenzielle Plugins | CHF 200–400 | Updates oft zahlungspflichtig |
| Managed Hosting | CHF 200–600 | Shared Hosting ist langsam |
| Security-Plugin + Backups | CHF 100 | Pflicht, sonst Hack-Risiko |
| Updates & Patches (manuell oder Agentur) | CHF 400–1200 | Sonst veraltet & verwundbar |
Realistisch: CHF 1’000–2’500 pro Jahr — bevor irgendwer Inhalte editiert.
Dazu kommt: WordPress lädt im Schnitt 3–6 Sekunden. Das ist nicht generell schlecht — aber für eine 5-Seiten-KMU-Site, die im Wesentlichen statisch ist, ein massiver Overhead.
Was Astro stattdessen macht
Astro generiert reine HTML-Dateien beim Build. Beim Besuch der Seite passiert auf dem Server — nichts. Keine PHP-Interpretation, keine Datenbank-Abfrage, kein Plugin-Update.
Konkrete Zahlen aus unseren letzten 5 Projekten:
- Ladezeit: 0.4–0.9 Sekunden (vorher: 2.8–4.7 Sekunden)
- Lighthouse-Score: 98–100 (vorher: 35–62)
- Hosting: auf unseren eigenen Servern in der Schweiz, monatlich verrechnet — kein versteckter Plugin-Hassle, kein Marketplace-Roulette
- Security-Updates: keine — es gibt keine Angriffsfläche
Wann WordPress trotzdem die richtige Wahl ist
Wir hassen WordPress nicht. Es gibt Use Cases, wo es Sinn macht:
- Komplexe Mehrautoren-Redaktion mit Workflows, Approvals, Rollen
- E-Commerce mit WooCommerce + bestehende Plugin-Investitionen
- Bestehende Site mit 200+ Seiten, wo Migration teurer wäre als Behalten
- Teams ohne technisches Know-how, die das WP-Backend gewohnt sind
Aber für eine typische Schweizer KMU-Website mit 5–15 Seiten plus Blog: Astro + Headless CMS ist heute objektiv besser.
Was wir für den CMS-Teil empfehlen
Astro löst nur die Auslieferung. Damit Inhalte trotzdem editierbar bleiben, koppeln wir es mit einem Headless CMS:
- Sanity — beste UX, kostenlos bis 3 Editoren
- Payload — self-hosted, volle Kontrolle, ideal für DSGVO-sensible Daten
- Storyblok — Visual Editor, gut für Marketing-Teams
Du editierst Texte und Bilder wie gewohnt im Browser. Astro baut dann automatisch neu und veröffentlicht.
Die Kosten-Realität nach 3 Jahren
Wir haben für einen Schreinerei-Kunden die Migration durchgerechnet:
| WordPress (3 Jahre) | Astro + Sanity (3 Jahre) | |
|---|---|---|
| Setup | CHF 8’000 | CHF 8’500 |
| Hosting (managed bei Dritten) | CHF 1’200 | — |
| Hosting bei Tresolution (CH-Server) | — | CHF 1’080 |
| Plugin/Theme-Lizenzen | CHF 900 | CHF 0 |
| Maintenance/Updates | CHF 2’400 | CHF 0 |
| Refactor/Modernize | CHF 4’000 | CHF 0 |
| Total 3 Jahre | CHF 16’500 | CHF 9’580 |
Plus die Site lädt 4× schneller und wird besser gefunden — und du hast einen Ansprechpartner für Hosting + Code, nicht zwei Drittfirmen.
Was das für dich heisst
Wenn deine aktuelle Website langsam ist, ein Update braucht oder kurz vor dem nächsten Jahres-Plugin-Hassle steht — sprich mit uns. Wir schauen ehrlich, ob Astro für dein Setup Sinn macht.
Bei manchen sagen wir: “Bleib bei WordPress, du sparst nichts.” Bei den meisten: “Lass es uns neu bauen.”
Schreib uns: socialmedia@tresolution.ch · +41 81 501 62 82.